Über uns

Lautes Lachen, Stimmengewirr, reges Treiben, vor der Bühne, im Halbdunkel der Scheinwerfer stehe ich vor Martin. Er läßt sich von mir bemalen und ich genieße die Zeit. Das Zirkuszelt im Stadthafen ist für 3 Tage der Mittelpunkt von über 30 Clowns, sie erhalten ein Make-up von Berit Ida, doch Martin ist besonders bunt. Hätte man unsere Aura fotografiert, wäre sie leuchtend grün – verliebt bis ins Unendliche. Für uns ist es klar, wir gehören zusammen.
Die Möwen rufen durch das offene Fenster, Segelboote kreisen auf dem Wasser und der Duft von Flieder liegt in der Luft. Zwei Wochen nach der Clowns-Convention 2010 steht Martin mit Koffern in meiner kleinen 1 Raum-Wohnung. Ich überreiche ihm einen Schlüssel mit einem selbstgeschnitztem Herz daran.  Wir leben nun zusammen und entdecken die Welt neu. Bis dahin war es das ehemalige Werftgelände, mit seinen Kränen, was mich interessierte. Nun war es Martin.

Der Sonnenuntergang trägt einen pastellfarbenen Schleier und Martin und ich haben uns »fein« gemacht; 42 Tage später stehen wir am Feldrand beim Vogelkonzert mit selbstgeflochtenen Ringen aus Gräsern und versprechen uns, dass nur der Mangel an Liebe uns trennen kann.

Wir sind ein kreatives Superteam, das gerne die Nacht zum Tag macht. Von der Idee bis zur Umsetzung können wir unendlich viel selbst kreieren. Aus unseren Entwürfen entstehen neue Appartement-Räume, Möbelstücke, Fotoshootings mit Make-up und Kostümen, Webseiten, neue kulinarische Kreationen und einen Wohnmobilausbau haben wir zu verantworten – alles selfmade.

Unsere Jungs

17 Monate später… wieder ist das Fenster offen, das Rufen der Möwen ist zu hören, warme Oktobersonne begrüßt den Tag und unseren ersten Sohn. Wir sind so beglückt und ahnen noch nicht, was Lorenz uns schenken will.

Eineinhalb Jahre später, meine Haut ist noch etwas feucht von dem Wasser der Badewanne, wir legen uns ins Bett. Die Morgensonne scheint durch das Fenster und begrüßt unseren zweiten Sohn, Vitus Amal. Nun reichen die 33qm nicht mehr aus und wir finden wieder eine Lösung. Wieder am Wasser, wieder im lichtdurchfluteten Obergeschoss, wieder haben wir einen aussergewöhnlichen Ort entdeckt.

Die Morgensonne sendet ihre ersten Strahlen durch das Fenster, Lorenz sitzt in der Küche und spielt Kalimba. Gelegentlich schaut er ins Bad. Es ist wieder eine sanfte und traumhaft schöne Geburt und wenige Stunden später lächelt dieser kleine Mensch, als wolle er es damit bestätigen. Oswin Frieder behält diese offene Freude und verzaubert alle Menschen, die ihn sehen. Dank seiner Frohnatur sind uns in anderen Ländern, sonst strenge, Hüter des Rechts heiter und warmherzig begegnet.

Alle drei Söhne haben Martin und mein Leben bereichert. Wir haben sie zum Anlass für ein neues Denken genutzt und mit ihnen haben wir uns verändert. Dazu zählt das Erforschen unseres Inneren, die Empathie mit kleinen Menschen, der Umzug aufs Land, das ökologisch nachhaltige Konsumieren, unsere vegane Ernährung, uns ein Leben als Freilerner zu ermöglichen und das Minimieren der äußeren Zwänge und Termine.

Wir

Die Blätter sind bunt gefärbt und die Luft trägt die Melancholie eines vergangenen Sommers in sich, als Martin im Herbst 1970 in Berlin und Berit 1978 in Rostock das Licht der Welt erblicken.

Martin

Vom Weiten hört man Menschen lachen, sie sind für einen Augenblick verzaubert und scheinen in ihre jüngsten Tage versetzt, kein Wunder, denn Martin ist bei ihnen. Er nutzt einige seiner Talente in seinem Beruf als Comedykellner. Er jongliert mit Allerlei, auch mit Wörtern und geht ihrer Herkunft gern auf den Grund, fährt alles was mindestens ein Rad hat und »tanzt auf verschiedenen Hochzeiten«.

Privat profitiert seine Familie von weiteren Talenten, wie dem Fermentieren, Fotografieren und seiner Klarheit für das Wesentliche.

Martin ist ein Vollblut-Papa für seine drei älteren und seine drei jüngeren Nachkommen und macht auch beim Yoga eine gute Figur.

Berit

 

Ein Raunen geht durch die Menge – fast überall wo Berit auftaucht, staunen die Menschen, denn ihre langen Haare sind ein echter Hingucker (135 cm). Seitdem sie weiß, daß sie Malerin ist, wachsen ihre Haare  und das war mit 4 Jahren. Inzwischen ist sie diplomierte Grafik-Designerin, Weidenkünstlerin, bemalt nicht nur 2-Dimensionales, wie Leinwände, sondern auch 3-Dimensionale Gesichter und Körper. Sie fotografiert, optimiert, minimiert, ästhetisiert damit es harmoniert und balanciert.

Ihre 4 Männer profitieren von ihrem Bedürfnis nach Schönheit und Klarheit, sowie den Konsequenzen, die dem neuen Wissen folgen. Sie begeistert sich seit 2005 für Yoga nach Iyengar.

Wir ernähren uns vegan und leben ökologisch nachhaltig, versuchen unsere Mutter Erde so zu behandeln, dass sie möglichst mehr als nur enkeltauglich ist.